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Nordic Walking |
Nordic Walking - Was ist das?Bei Nordic Walking handelt es sich um dynamisches Gehen mit speziell entwickelten Stöcken, die nicht gegriffen werden, sondern bei jeder Armbewegung neben dem Körper schwingen. Das effektive Ganzkörpertraining ähnelt dem Bewegungsablauf des Skilanglauf. Der Einsatz der Stöcke macht Nordic Walking um 40-50% effektiver als Walking ohne Stöcke. Ursprünglich wurde Nordic Walking von den Spitzenathleten des Nordischen Skisports als Trainingsalternative im Sommer betrieben. In Zusammenarbeit mit Medizinern, Sportwissenschaftern und anderen Sportexperten wurde Nordic Walking zu einer Form des Fitnesstrainings für Jeden entwickelt. Nordic Walking steigert die Kondition und trainiert neben den Beinen und Po auch effektiv die Muskelgruppen des Oberkörpers, verbessert die Beweglichkeit im Schulter- und Nackenbereich und fördert die Durchblutung. Der neue Trendsport stammt ursprünglich aus Finnland. Mittlerweile betreiben 480.000 Finnen diesen Sport regelmäßig und über eine Million, das sind 30% der finnischen Gesamtbevölkerung, waren im Jahr 2000 mindestens einmal mit den Stöcken auf Tour. Jetzt breitet sich das Nordic Walking Fieber auch in anderen Ländern aus. In Deutschland betreiben inzwischen 2 Mio. Menschen diesen Sport. Vorteile
TechnikDer Bewegungsablauf des Nordic Walking ähnelt der Technik des Skilanglauf und ist leicht zu erlernen. Der bewusste Stockeinsatz führt zu einem physiologisch diagonalen Bewegungsablauf. Mit dem Aufsetzen der Verse der einen Körperhälfte beginnt auch der Stockeinsatz der anderen Seite durch die entsprechende Bodenberührung. Durch kraftvollen Einsatz der Arm- und Oberkörpermuskulatur werden Intensität und Effektivität des Trainings gesteigert. Vielfältige Trainingsvarianten garantieren für Abwechslung, Spaß und optimale Trainingsbelastung. Darüber hinaus bieten die Stöcke zusätzlichen Antrieb beim bergauf Gehen und Entlastung beim bergab Laufen. KörperhaltungDie Füße zeigen in Laufrichtung. Oberkörper und Hüfte befinden sich in gleichmäßiger Schwungbewegung. Die Schultern sind locker und entspannt. Die Stöcke werden nah am Körper gehalten und setzten mit der gegenüberliegenden Ferse gleichzeitig auf. Die Hände umfassen nur leicht den Griff, sind sogar beim Rückschwingen nahezu ganz geöffnet. Nur beim Aufsetzen des Stocks wird kurz fester zugegriffen. Beim Walken beginnt der Schritt mit dem Aufsetzen der Ferse am Boden und endet nach einer Abrollbewegung
mit dem gleichzeitigen Abstoßen der Zehen und des Fußballen. Der Körper ist gestreckt und leicht nach Vorne gelehnt. Die Hüfte schwingt nach oben. Ober- und Unterkörper bewegen sich gleichmäßig in entgegen gesetzte Richtung zur Aktivierung der Hüftmuskulatur. Beim diagonalen Bewegungsablauf schwingen rechter Arm und linkes Bein sowie linker Arm und rechtes Bein gleichzeitig vor und zurück. AtmungUm beim Nordic Walking Fett zu verbrennen (gilt auch für andere Sportarten), braucht der Körper ausreichend Sauerstoff für die Energiegewinnung. Voraussetzung dafür ist eine gleichmäßige und unbeschwerte Atmung, die für eine aerobe Sauerstoffversorgung verantwortlich ist. HerzfrequenzDie richtige Herzfrequenz ist für die ideale Sauerstoffaufnahme und gleichzeitig für die optimale Fettverbrennung wichtig. AusrüstungNordic Walking StöckeOptimale Stocklänge = Körpergröße x 0,70 Die Stöcke sind in Längenabständen von 5 cm erhältlich. Die errechnete optimale Stocklänge
wird entsprechend gerundet. SchuheAls Schuhwerk eigenen sich Walking-, Jogging- oder leichte Trekkingschuhe mit guter Profilsohle, die von allen Sportartikelherstellern angeboten werden. Idealerweise sollten die Schuhe für schlechtere Wetterbedingungen wasserresistent sein. Stabile Seitenleisten sorgen für eine saubere Fußführung und Abrollbewegung. Für optimalen Halt sorgen individuell angepasste anatomische Einlagen. Allerdings sollte der Schuh für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit nicht über den Knöchel reichen. BekleidungBei der Bekleidung empfiehlt sich bei allen Wetterverhältnissen grundsätzlich Funktionskleidung, die angenehm sitzen und großen
Bewegungsspielraum ermöglichen sollte, d.h. die Kleidung darf nicht zu end, aber auch nicht zu weit sein. HandschuheHandschuhe erfüllen bei häufigem Walken ihren Sinn. Sie bieten besseren Halt und verhindern Blasenbildung. KopfbedeckungZum Schutz vor Sonne und Regen empfiehlt sich eine Schildmütze. SonnenbrilleSie dienen zum Schutz vor der UV-Strahlung speziell im freien Gelände. Mittlerweile sind bereits Brillen mit Sichtkorrekturen erhaltbar. auch schon Brillen mit den benötigten Sichtkorrekturen an. TrinkflascheUm den optimalen Wasserhaushalt gewährleisten zu können bietet sich bei längeren Touren eine Trinkflasche an, die am Gürtel getragen wird. Somit werden Beschwerden auf Grund von Flüssigkeitsmangel vermieden und der Spaß bleibt erhalten. Quelle: www.ski-online.de |