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Riesiges Kompliment für den WSV EbingenSki alpin: Perfekte Organistion des FIS-SlalomsEin riesiges Kompliment haben die Mitglieder des WSV Ebingen seitens des internationalen Skiverbands erhalten, welche am Wochenende zwei Slaloms in St. Moritz organisiert haben. „Der WSV Ebingen hat sehr gute Arbeit geleistet“, lobte Renndirektor Toni Steiner, einer der höchsten FIS-Funktionäre. Nicht jeder Ausrichter wäre mit den sehr schwierigen Bedingungen auf der Rennstrecke Furtschellas zurechtgekommen. Die Schwierigkeit bestand darin, die 200 Meter lange Piste in Wettkampfform zu bringen. 1,30 Meter Neuschnee hatte es im Engadin in den vergangenen Tagen gegeben – viel zu weich für 105 Starter „Wir mussten mit so genannten Spritzbalken den ganzen Hang vereisen, das war ein riesiger Arbeitsaufwand“, sagte der WSV-Vorsitzende Siegfried Binder und beschrieb das komplizierte Verfahren. Aus drei Rohren wurde Wasser in den Spritzbalken geleitet, der alle 20 Zentimeter in den Schnee gesteckt wurde. Aus den Düsen drang das Wasser mit einem Druck von zehn Bar hervor und verwandelte sich umgehend in Eis. „Sieben Stunden lang haben wir am Freitag den Hang bewässert. Erst danach konnten wir die Streckenabsperrung aufbauen und den Kurs setzen“, hob Binder das Engagement seiner 20 Vereinsmitglieder hervor, die bereits am Freitag nach St. Moritz gefahren waren. Zum ersten Slalomwettbewerb am vergangenen Samstag stießen 35 weitere Ebinger hinzu, um als Torrichter zu fungieren. Bei minus 25 Grad begann das Rennen der Aktiven und Jugendlichen aus zwölf Nationen um den Albstadt-Cup der Volksbank Ebingen. Gleich im ersten Durchgang fiel die Hälfte der Starter aus, darunter auch der 14-jährige Lukas Wasmeier, Sohn des erfolgreichsten deutschen Skifahrers Markus Wasmeier. Und auch der zweite Lauf forderte seinen Tribut. Am Ende kamen nur 25 Läufer ins Ziel. Dabei feierte die russische Mannschaft einen Doppelsieg mit Sergei Maitakov und Stepan Zuev. Bester Deutscher und zugleich Gewinner der Jugendwertung war der 16-jährige Christian Gruber vom WSV Bischofswiesen auf dem sechsten Platz. Bei ebenso frostigen Temperaturen ging es am Sonntagvormittag weiter mit dem zweiten FIS-Slalom. Auch dieses Mal war die Ausfallquote äußerst hoch, was aber nicht an den Kurssetzern lag, sondern einzig an der vereisten Strecke. „Vor allem die Jugendlichen waren mit der harten Piste überfordert“, erklärte Steiner. Am Samstag noch von den Russen geschlagen, trumpften die Schweizer gestern groß auf und feierten einen Fünffacherfolg. Schnellster war Renzo Valsecchi vor Doriano Bergamin. Gruber wiederholte seinen Vortagessieg in der Jugendklasse, der junge Wasmeier belegte Platz sechs. Nach der Siegerehrung, der Verleihung der von der Volksbank Ebingen gestifteten Pokale und der Übergabe des erstmals ausgelobten Preisgelds machten sich die WSV-Mitglieder daran, Start und Ziel sowie die Streckenabsperrungen abzubauen, wie sie es schon früher bei 14 FIS-Rennen gemacht haben. „Das war wieder eine hervorragende Veranstaltung“, lautete das abendliche Fazit von Siegfried Binder, „aber sie war mit mehr Arbeit verbunden, als wir erwartet hatten.“ ZAK, 21.12.2009, DILI |