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Mit 100 auf gutem Weg - Jubiläums-Festakt des WSV Ebingen
„Hoal mei Soal“: Unter diesem Motto standen die Jubiläumsfeierlichkeiten des WSV Ebingen.
Am Freitag lud der Verein zum großen Festakt anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Ebinger Traditionsvereins.
Vorsitzender Siegfried Binder erinnerte an die Anfänge des Vereins: Zwei Goldmark musste 1894 ein Pionier des Schneesports
als Strafe bezahlen wegen „unbefugten Gehens über die Felder“. Zwei Jahre später unternahm der Apotheker Otto Sautter
in Ebingen die ersten Skiversuche, sechs Jahre, bevor 1905 der Deutsche Skiverein (DSV) gegründet wurde und
auch zwei Jahre vor der Gründung des Schwäbischen Schneeschuhbunds (SSB). Richtig los ging es im Januar 1910,
als sich ein paar Ebinger im Hotel Hecht zusammenfanden, um einen Wintersportverein zu gründen. Die Aufgabe des Vereins
sollte vorrangig die Instandhaltung der Rodelbahn sein. Noch im selben Jahr, im Dezember, wurde bereits der erste Skikurs angeboten.
Der Verein unter Vorsitzendem Dr. Emil Baur hatte bereits 177 Mitglieder.
Dann ging es Schlag auf Schlag. 1927 wurde die Sprungschanze eingeweiht, der WSV feierte die ersten großen Erfolge.
Bereits 1935 hatte der Verein mit 375 Mitgliedern die größte Jugendabteilung im Deutschen Skiverband. Nach den Kriegsjahren
hatte der Verein schnell wieder mehr als 300 Mitglieder und 1966 wurde auch der Skilift eingeweiht. Seit 28 Jahren leitet
Siegfried Binder den WSV. Er war es auch, der Kontakte nach St. Moritz knüpfte und mit den FIS-Rennen begann.
Mittlerweile gilt der WSV Ebingen als Top-Veranstalter im alpinen Skibereich im Schwäbischen Skiverband,
als führender Snowboard-Veranstalter in Baden-Württemberg und ist mit dem Skilift SSV-Stützpunkt alpin und
„BaWü-Stützpunkt“ Snowboard. „Wir haben uns gemeinsam einen Qualitätsnamen erarbeitet“, so Binder, der unter dem Beifall
der Anwesenden seiner Frau Helen dankte für die langjährige Unterstützung.
Die Liste der Geburtstagsgratulanten war lang. Den Anfang machte OB Dr. Jürgen Gneveckow. „Mit der erfolgreichen Ausrichtung
bedeutender Rennen hat sich der WSV Ebingen einen Namen gemacht und ist im internationalen Skizirkus zu einer festen Größe geworden.“
Dafür bedankte sich der OB mit einem Scheck.
Die Sportplakette des Bundespräsidenten überreichte Staatssekretär Hubert Wicker vom Staatsministerium Baden-Württemberg.
„Wer seinem Verein in führender Position über eine so lange Strecke die Treue hält, der muss ein Überzeugungstäter sein –
überzeugt von seiner Sache, dem Sport, von seinem Verein und seinen Mitgliedern“, hob Wicker insbesondere WSV-Chef Siegfried Binder hervor.
Im 100. Jahr stehe der Verein jung, dynamisch und umtriebig da. Er wünsche dem WSV, dass er sich diese Vitalität erhalte.
Es folgten Grußworte und Geschenke vom Deutschen Skiverband, dem Schwäbischen Skiverband und von den Freunden aus dem Engadin,
die eigens aus St. Moritz angereist waren. Siegfried Binder erhielt unter anderem einen silbernen Ski, einen Stuhl für die Pausen
zwischen Beruf und Skisport und ein Plakat aus St. Moritz. Abschließend gab es für den Verein noch ein Geburtstagsständchen.
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte das Hotel Linde, für die musikalische Untermalung das „Trio Cajon“.
Quelle: ZAK, Bianka Roith, 21. Juni 2010
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