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Stephan Keppler verpatzt den Weltcup-Auftakt
Der Albstädter Ski-Rennläufer Stephan Keppler hat den Weltcup-Auftakt verpatzt. Bei der Abfahrt im kanadischen Lake Louise und beim Super-G ging
er am Wochenende komplett leer aus.
Beaver Creek. Die Probleme hatten sich bereits im Training am Donnerstag angedeutet. Die Wetterbedingungen mit Schneefall, starkem Wind und dichtem
Nebel setzten den Rennläufern zu. Das erste Training musste gestrichen werden, im zweiten Anlauf wurde der Mann vom WSV Ebingen nur Drittletzter.
Viel besser lief es für Keppler dann am Freitag, als er Platz 15 belegte. Damit war der Albstädter der beste Athlet des deutschen Skiverbandes.
Doch zu seinem Leidwesen wurde das Wetter auch am Samstag nicht besser. Keppler ging mit der Startnummer sechs ins Rennen, leistete sich im dichten Nebel
zwei Fahrfehler und wurde am Ende nur 35. in der Abfahrt.
Etwas mehr hatte er sich für den Super-G am Sonntag ausgerechnet. Bei der Startnummernverlosung hatte er die Zwei gezogen, musste also den Schneepflug
für die nachfolgenden Konkurrenten spielen. Der Kampf gegen den weichen Schnee und den starken Wind zermürbte ihn so sehr, dass er einen Stock verlor und beidrehte.
„Ich habe noch nie eine so schlecht präparierte Weltcup-Piste gehabt“, schimpfte der 28-jährige Albstädter. Einigen der Favoriten erging es nicht viel besser,
sie wurden buchstäblich vom Winde verweht. Dass der gesamte Wettbewerb einem Lotteriespiel geglichen hatte, gab der norwegische Sieger Aksel Lund Svindal
im Ziel unverblümt zu: „Ich hatte stabilen Wind. Wenn du eine Böe bekommst, dann kannst du nicht schnell sein. Dann wäre ich nicht hier.“
Der 28-Jährige setzte sich in 1:23,47 Minuten bei schlechter Sicht und starkem Schneefall mit einer risikofreudigen Fahrt vor dem Schweizer Didier Cuche
(+0,23 Sekunden) und dem Franzosen Adrien Theaux (+0,64) durch. Bester Deutscher beim Super-G war der 22-jährige Andreas Sander. Er fuhr trotz der hohen Startnummer 43
auf einen starken 18. Rang. „Das war wirklich eine tolle Leistung von ihm“, freute sich Bundestrainer Karlheinz Waibel.
Weiter geht der Weltcup am Wochenende in den USA. „Ich freue mich auf Beaver Creek, dort ist immer alles perfekt“, hofft Keppler auf bessere Resultate als in Kanada.
Allerdings wurde bereits das Abfahrtstraining auf der „Raubvogel“-Piste am Dienstag gestrichen, wie viele Testfahrten es vor dem Rennen geben wird, gaben
die Organisatoren nicht bekannt.
Falls alles wie geplant läuft, wird die Abfahrt auf der 2,6 Kilometer langen Strecke am Freitag um 19 Uhr (live auf Eurosport) ausgetragen.
Am Sonntag folgt um dieselbe Uhrzeit der Super-G. In dieser Disziplin hat Keppler im Vorjahr an Ort und Stelle den 20. Platz belegt.
Abgeschlossen wird das Rennwochenende am Sonntag mit dem Riesenslalom, den der Ebinger aber auslassen wird. Anschließend kehrt der Weltcup-Zirkus
aus Übersee nach Europa zurück, weiter geht es im französischen Val d’Isere.
Quelle: ZAK, 01.12.2011, DILI
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