Wöhrle pokert beim Training in Krems

Albstädter Inline-Downhiller Weltcup-Vierter

Tobias Wöhrle ist im Gesamt-Weltcup der Inline-Downhiller Vierter. Der 30-jährige Albstädter, der für den WSV Ebingen startet, belegte beim jüngsten Rennen in Krems (Österreich) den fünften Rang.

Albstadt. Der Weltcuptross der Inline-Downhiller machte zuletzt im österreichischen Krems Station. Das vierte Weltcuprennen dieser Saison bedeutete zugleich den Abschluss der Tournee in Europa. Vor den ausstehenden Rennen in Australien und den USA sind keine weiteren Verschiebungen im Gesamt-Weltcup zu erwarten.

Entsprechend groß war somit die Bedeutung der Resultate in Niederösterreich.

Mit von der Partie waren die Top 7 der Gesamtwertung, welche sich durch die Bank Chancen auf einen Platz unter den ersten drei der Gesamtwertung ausrechneten. Darunter befanden sich der amtierende Weltmeister Daniel Ladurner (Österreich), der bis dahin Führende Alexandre Lebrun (Frankreich), der Onstmettinger Tobias Wöhrle, bisher Gesamtzweiter, Cedric Buxin und Mathieu Prudent (beide Frankreich) sowie Werner Ladurner und Christian Lins (beide Österreich).

Nachdem die 2,5 Kilometer lange Strecke von den Athleten in Augenschein genommen wurde und etliche Trainingsläufe absolviert werden konnten, sollte es am Folgetag ernst werden. Das Wetter spielte nicht ganz mit – Regen ließ die Strecke sehr rutschig werden. Tobias Wöhrle pokerte, ließ das morgendliche Training aus und hoffte für den Nachmittag auf eine Wetterbesserung.

„Es gab sehr viele Trainingsstürze, vor denen auch die Topfahrer nicht gefeit waren“, berichtet Wöhrle. Prominentestes Opfer war Daniel Ladurner, welcher aber unverletzt blieb. Anders erging es seinem Teamkollegen Christian Lins, der sich eine tiefe Schnittverletzung am Knie zuzog und damit das Rennen nicht bestreiten konnte.

Pünktlich zum ersten Wertungs-Durchgang trocknete die komplette Strecke ab und der Poker von Tobias Wöhrle sollte sich als richtig erweisen. Mit einem soliden ersten Run konnte sich der Albstädter auf dem fünften Rang im Zwischenklassement einreihen. Die Rangliste wurde angeführt von Daniel Ladurner vor Alexandre Lebrun, Cedric Buxin, Angelo Vecchi, Wöhrle, Mathieu Prudent und Werner Ladurner.

Im zweiten Durchgang konnten alle Topfahrer ihre Zeit aus dem ersten Durchgang verbessern, allerdings konnte sich keiner um einen Platz nach vorne schieben.

Das Weltcupergebnis stand also fest: mit dem Sieger Daniel Ladurner aus Österreich vor den beiden Franzosen Alexandre Lebrun und Cedric Buxin. Tobias Wöhrle erreichte einen zufriedenstellenden fünften Platz.

Aber nun begann die Rechnerei für die Gesamtwertung, da diese sich auf den vorderen Plätzen trotz der beiden ausstehenden Rennen wohl nicht mehr verändern wird.

Die Auflösung: Der Gesamtweltcupsieg geht wie im Vorjahr an Daniel Ladurner. Tobias Wöhrle belegt den hervorragenden vierten Platz – mit nur neun Punkten Rückstand auf den Sieger und nur fünf Zählern Rückstand auf den Zweiten, Alexandre Lebrun. Ganze vier Punkte Vorsprung auf Wöhrle hat Cedric Buxin als Dritter.

Nach den Rängen vier (im Jahr 2007) und fünf (2008) steht für den Onstmettinger nun also bereits zum dritten Mal eine Top 5-Platzierung zu Buche.

Zollern-Alb-Kurier, 16. September 2009, eb